Ein gutes Geld-Management im Poker (Bankroll) erfordert gute Kenntnisse der Partie und der Poker-Art, in der du spielen wirst. Außerdem musst du die Regeln jedes Spieltyps und der unterschiedlichen Limits kennen, um zu wissen, wo du stehst. Aber vor allem musst du wissen, wann du das Limits heruntersetzen musst, oder im gegenteiligen Teil, ins nächste Niveau aufzusteigen, um deine Gewinne zu maximieren. Das Wichtigste ist, deine Bankroll nicht zugrunde gehen zu lassen.
Dein Poker-Haushalt
Dein Monatsgeld
Der Unterschied zwischen Poker und anderen Spielen, bei denen es um Geld geht, ist, dass es hier Profis gibt, die gut vom Poker und dank des Pokers leben. Das Weiseste, was du machen kannst, ist dein Geld fürs Spielen gut von dem Geld zu trennen, das du im Monat zum Leben brauchst.
Beide in einen Topf zu stecken, ist ein schwerer Fehler und führt unweigerlich zum Bankrott, denn ein Fehler bei der Hauswirtschaft mit einem Teil beeinflusst direkt den anderen. Du kannst natürlich die Spielgewinne zu 50 % teilen, um die Bankroll im nächsten Spiel zu erhöhen und dir mit dem anderen Teil etwas leisten oder einfach nur sparen.
Deine Voraussetzungen
Zunächst musst du dich selbst gut verwalten können. Bei der Verwaltung des Poker-Gelds sind einige persönliche Merkmale wie der physische und psychische Zustand zu beachten, denn Poker ist ein Spiel, das Konzentration und Selbstkontrolle erfordert.
Stress, um ein Beispiel zu nennen, steht einer guten Kontrolle unseres Spiels entgegen und lässt uns widersprüchlich entscheiden. Neben Selbstkontrolle erfordert das Spiel auch Geduld und Beobachtungsgabe, d.h., den richtigen Zeitpunkt zum Handeln abwarten können. Aber wir brauchen auch den Mut, dem Spiel Zeit zum Erlernen und Ausprobieren zu widmen. Die Beobachtungsgabe dient zum Kennen lernen deiner Gegner.
Wenn du beim Spiel eine Gefahr aufkommen spürst, ziehe dich sofort zurück, wechsle den Tisch oder höre direkt auf zu spielen. Ansonsten wird es dein Geldbeutel zu spüren bekommen.
Das Spiel
Die Partien und die Limits
Ein Anfänger fängt am unteren Limit an, auch wenn er es sich erlauben kann, einen höheren Betrag zu setzen. Wie bei jedem Lernprozess muss erst das Elementare und Essentiale verinnerlicht werden. Es ist ratsam, sich mit allen Spielvarianten vertraut zu machen, um zu erkennen, welche am besten zum eigenen Profil passt, ohne dabei die anderen zu verschmähen, denn man kann schon einmal dazu verleitet werden, in einer Variante zu spielen, die man nicht gewöhnt ist. Zum Erlernen der Modalitäten gibt es kostenlose Online-Partien.
Sobald du die Spielregeln beherrscht, wähle einen Tisch mit niedrigen Einsätzen aus. So kannst du dich mit der Atmosphäre und den Gefühlen, die im Laufe einer Pokerpartie aufkommen, vertraut machen. Lerne, mit Stress und Gefühlen umzugehen, aber ohne dieses leidenschaftliche Spiel zu verkennen. Habe die Geduld, mindestens 200 Stunden auf jedem Niveau zu spielen, bevor du zum nächsten Limit aufsteigst. So musst du nicht deine Bankroll forcieren, nur um eine Stufe höher zu klettern.
Einige Ratschläge
Nutze die Makel deiner Gegner aus, um ab und zu leichtes Geld zu machen! Das Spiel kann ganz lustig werden, wenn man weiß wie. Um zum Beispiel in der Modalität No Limit, in der der Pot astronomische Summen erreichen kann, nicht zu verlieren, spiele höchsten 5 % deiner gesamten Bankroll und gehe nicht über dieses Limit hinaus. Spiele beispielsweise nicht in einem Poker-Turnier mit einem Buy-in (Eintrittsgeld) von 10,- € wenn du nicht mindestens 200,- € zur Verfügung hast. Verlasse den Tisch, sobald du Gefahr aufkommen siehst.
Wenn du aber eine gute Hand hast und das Spiel gut aussieht, nutze die Gelegenheit, um die Wetten nach deinem Profil zu erhöhen: Eine gute Hand kommt nicht oft. Respektiere in einem Turnier, in dem Eintrittsgeld (Buy-in) gezahlt wird, die 1/50-Regel, d.h., dass ein Einsatz von 1,- € von einer Bankroll von mindestens 50,- € gestützt werden muss. Sonst werden wir dabei zusehen, wie unser Kapital nach und nach zerfließt.